ENTFALTUNGSRÄUME BEGLEITEN & BEZEUGEN – MEINE HALTUNG –

BEGLEITER FÜR FREILERNENDE KINDER IM WALD
INTERESSIERTER ZEUGE VON LEBENS- UND LERNPROZESSE

Ein Portrait über mich im ZE!TPUNKT:
https://www.zeitpunkt.ch/index.php/zwischen-baeumen-der-freiheit-und-stets-bewegung


BEGLEITUNG FÜR JUNGE MENSCHEN

Ich sehe meine Aufgabe als begleitender Erwachsener, Erfahrungsräume für junge Menschen zu gestalten, in denen ein selbstbestimmtes Spielen (=Lernen) möglich ist. Es liegt mir am Herzen, einen Nährboden zu kreieren, wo sich das Potential jedes Individums in seiner Einzigartigkeit entfalten darf, ein Ort wo jede*r sich wohl fühlen kann.

WAS, WIE, WO

Im Wald lassen wir uns von der Natur und voneinander inspirieren, auf spielende Weise erkunden wir unsere individuellen und gemeinsamen Welten. Wir wachsen mit unseren Erfahrungen, ein Schatz den wir immer bei uns haben werden.

Tagesstrukturen geben uns Halt. Je nach Tagesstimmung gebe ich da und dort Impulse als Anregung und Möglichkeit. Seilbahn bauen und damit schwingen, mit Boccia-Kugeln eine Bahn am Hang gestalten, gemeinsame Spiele entwickeln, … .

MEINE HALTUNG

Ich stelle mich den Kindern mit meiner Erfahrung in verschiedenen Bereichen (Kunst, Musik, Bewegung, Gemeinschaft, …) zur Verfügung. Ich bin weder Erzieher noch Lehrer, ich bin meinen eigenen Erfahrungsweg gegangen als Tänzer, Musiker und als Komplementär Therapeut. Ich bin perfekt in meinem unperfekt sein. Ich bin mich. Ich bin Mensch.

Mit “Können” und “Dürfen” erfahre ich mehr Freiheit, Freude und Leichtigkeit. “Müssen” und “Sollen” sehe ich nicht als “falsch”, dennoch möchte ich diese immer wieder hinterfragen: “wer sagt das?”

BEZEUGEN

Meistens bezeuge ich was von den Kindern kommt, und wenn sie in den Flow kommen freue ich mich. Wenn Kinder mit Langeweile mich suchen, sind dies wertvolle Momente, wie Tore zur eigenen Kreativität und Gestaltungsphantasie, wenn ich diese nicht “fülle”. Ich ermuntere sie deshalb, die Langeweile zu fühlen und damit zu sein.

Kämpfen und unsere Kräfte zu fühlen ist eine beliebte Tätigkeit von uns, da fühle ich mich lebendig. Wichtig ist mir das jede*r jederzeit STOP sagen kann; so lernen und trauen wir uns, in unserer Lebendigkeit in Verbindung zu sein; gleichzeitig zu unseren Grenzen zu stehen und damit in Kontakt mit den anderen zu sein.

ZEIT ZU HABEN

“Das Gras wächst nicht schneller wenn man daran zieht”. Ich sehe es als meine Aufgabe, Zeit zu haben und meine Präsenz zu teilen. Das ist meiner Ansicht nach das grösste Geschenk, das wir Erwachsene den Kindern bieten können. Da zu sein. Gleichzeitig werden wir beschenkt von ihrer Welt der Fülle und ihrem Ausdruck des Lebendigen, ihrer unglaublichen Ausdauer und Anbindung an die Quelle, etwas was ich bei Kindern bewundere.

Ich erlebe das „in Bezug zu sein“ wie ein Tanz.
Das Wort “Entfalten” find ich für diese Wundertüte Mensch top geignet.


Ich lese gerade das Buch: “VERTRAUEN, SPIELEN, WACHSEN” von Deborah MacNamara. “Kinder unter Sieben verstehen (und alle, die sich so benehmen). Aus der Grundlage des beziehungsbasierten Entwicklungsansatzes von Gordon Neufeld.” Es berührt und bewegt mich zutiefst. Kann ich nur weiter empfehlen!


“Wenn ich nur darf, wenn ich soll, aber nie kann, wenn ich will, dann mag ich auch nicht, wenn ich muss. Wenn ich aber darf, wenn ich will, dann mag ich auch, wenn ich soll, dann kann ich auch, wenn ich muss. Denn schliesslich: Die, die können sollen, müssen wollen dürfen.“